Bericht zu den Projektarbeiten von Wibia e.V. Dezember 2018

Udo Enste, Singida, Dezember 2018

 

Schule und Dispensary in Wibia

Abbildung 1: Wibia Primary School

Im Dezember 2018 besuchten Leonard Waberski sowie Jana und Udo Enste vom Wibia e.V. zusammen mit Bernhard Fries die Schule und die Krankenstation von Wibia. Bernhard Fries ist unser langjähriger Partner vor Ort, der in Singida lebt. Er hat dort ein Kinderheim aufgebaut in dem Jana und Leonard zwei Monate mitgearbeitet haben. Singida liegt ca. 40 km von Wibia entfernt.

Auf Empfehlung von Bernhard sind wir unangekündigt nach Wibia gefahren, um die vom Wibia e.V. initiierte und unterstützte Schulspeisung sowie den Zustand der Gebäude und der Wassertanks „ungeschminkt“ begutachten zu können.

Abbildung 2: Fröhliche aber auch schüchterne Gesichter bei unserem Besuch.

Wir wurden bei unserer Ankunft sowohl von den Lehrern und Schülern als auch von den beiden Mitarbeiterinnen der Krankenstation sehr herzlich aufgenommen. Die Kinder machten wie immer einen sehr ausgelassenen aber auch schüchternen Eindruck. Sie haben sich sehr über das kleine Gastgeschenk, einen neuen Fußball, gefreut.

Abbildung 3: Lehrerinnen bei der Durchsicht des Kalenders für 2019

Auch die Lehrer haben sich über den alljährlich vom Wibia e.V. erstellten Kalender gefreut. Es wurde viel gelacht, insbesondere, als man sich selbst oder die eigenen Kinder im Kalender entdeckt hatte.

Abbildung 4: Ein typischer Klassenraum.

Die Schule in Wibia hat zurzeit 920 Schüler und 7 Lehrer. Dieses bedenkliche Schüler-Lehrer-Verhältnis ist laut Aussage des Schulleiters sein Hauptproblem. Bitten seinerseits bei den Verantwortlichen der Schulbehörde zur Aufstockung der Lehreranzahl waren bisher nicht erfolgreich. Er bat uns, ein gutes Wort bei der Schulbehörde einzulegen und den Missstand unsererseits noch einmal anzusprechen. Einhergehend mit der aktuell großen Schülerzahl existiert ein Mangel an Schultischen und -stühlen. Viele Schüler müssen derzeitig auf dem Fußboden sitzen.

Abbildung 5: Die Schulperformance in 2017 war beeindruckend gut.

Trotz der Probleme ist es umso erfreulicher, dass die Performance der Schule nach einem kleinen Knick in 2015 und 2016 im letzten Abschlussjahr wieder extrem gut war. 95% aller Schulabgänger hat die zentralen Prüfungen der Primary School (Abschluss nach Klasse 7) im Jahr 2017 bestanden. Die Ergebnisse von 2018 stehen noch aus. 2008 zu Beginn der von Wibia e.V. initiierten Schulspeisung lag die Quote noch bei lediglich 25%. Insgesamt also ein schönes Indiz für die Nachhaltigkeit unseres Engagements.

Abbildung 6: Der Wassertank muss wieder instandgesetzt werden.

Problematisch ist zurzeit die Wasserversorgung der Schule. Der Wassertank der Schule ist kurz vor der Regenzeit leider in keinem guten Zustand. Der Wasserhahn des Wassertanks der Schule ist defekt und kann nicht mehr geschlossen werden. Eine kurzfristige Reparatur ist nötig. Zudem sollten die Regenrinnen des Schulgebäudes erneuert werden. Im jetzigen Zustand wird der Tank vermutlich nicht geeignet gefüllt werden. Sichtbare Risse am Wassertank und die Erfahrung der letzten Regenzeit lassen vermuten, dass der Wassertank zudem nicht mehr dicht ist. Dieses soll bei der anstehenden Regenzeit beobachtet werden, um dann vor der nächsten Regenzeit ggf. eine  neue Innenabdichtung anzubringen.

Auch die zweite Quelle der Wasserversorgung für die Schule, die Handpumpe eines Tiefbrunnens, ist zurzeit nicht betriebsbereit. Die Ursache muss von ortsansässigen Handwerkern ermittelt und behoben werden. Fakt ist also, dass derzeitig keine schuleigene Wasserversorgung gegeben ist. Hier müssen dringend Instandhaltungsmaßnahmen initiiert werden. Enttäuschend ist etwas, dass die Reparaturen nicht aus Eigenverantwortung der Schule durchgeführt wurden bzw. uns die Defekte nicht gemeldet wurden. Vermutlich liegt es primär daran, dass die Verantwortung für die Wasseranlagen immer noch nicht klar geregelt ist und dass kein laufendes Instandhaltungsbudget zur Verfügung steht.

Abbildung 7: Die Schulspeisung läuft.

Schön zu sehen war, dass die Öfen im Küchenhaus eingeheizt waren und das Lager noch Proviant hatte. Zurzeit bekommen die Kinder täglich Porrage. Abwechslung mit Ugali steht erst wieder nach der nächsten Ernte an. Die Schulspeisung läuft also – ein gutes Gefühl.

Abbildung 8: Die Lehrerhäuser sind in einem guten Zustand.

Die Lehrerhäuser wurden teilweise in 2017 renoviert. Sie sind nun durchgehend in einem guten Zustand, so dass auch die Attraktivität für eine Lehrerstelle in Wibia gegeben sein sollte. Falls mehr Lehrer angestellt werden, kann der Bedarf für ein neues Lehrerhaus ggf. anliegen. Aktuell ist aber hier kein weiterer Handlungsbedarf.

Abbildung 9: Krankenstation in Wibia.

Neben der Schule haben wir auch die Krankenstation (Dispensary) von Wibia besucht.

Abbildung 10: Zwei neue Stetoskope für die Krankenstation.

Auch hier wurden wir von der leitenden Ärztin und der Hebamme herzlich empfangen. Die Krankenstation ist funktionsfähig. Neben der Ärztin und der Hebamme arbeitet eine weitere Krankenschwester festangestellt in der Krankenstation. Erfreulich war insbesondere, dass der Medikamentenschrank voll und auch die Kühlbox für die zu kühlenden Arzneimittel funktionstüchtig und gut ausgestattet war. Im November wurden in der Krankenstation sieben Babys geboren und eine Vielzahl an Patienten verarztet.

Abbildung 11: Blick von der Krankenstation in das Dorf.

Die Regenrinnen und die Wassertanks der Krankenstation waren in einem guten Zustand. Der Regen kann kommen. Einer der beiden Tanks enthielt auch jetzt am Ende der Regenzeit noch Wasser. Lediglich die Dichtung einer der beiden Pumpen war defekt. Diese muss fachmännisch erneuert werden.

Positiv fiel der Zustand des Dorfes auf. Es wird von der Bevölkerung derzeitig viel für die Instandhaltung und dem Ausbau der Häuser investiert. Insbesondere die Nutzung von Wellblechdächern ist „In“ und verleiht dem Dorf eine gewisse Aufbruchsstimmung.

Abbildung 12: Eine der Lehrerinnen mit ihrem Enkelkind.

Fazit und Vorschlag für das weitere Vorgehen:

Der Gesamteindruck der Nachhaltigkeit unserer bisherigen Aktivitäten in Wibia war sehr gut. Dadurch, dass einige Installationen wie der Wassertank der Schule bereits über 10 Jahre alt sind und einige Geräte wie die Pumpen einem ständigen Verschleiß unterliegen, bedarf es laufender Instandhaltungsarbeiten. Zusammenfassend wird folgender Bedarf in Wibia gesehen:

  • Reparatur der Wasserhahns am Wassertank der Schule
  • Erneuerung der Regenrinnen an der Schule
  • Reparatur der Pumpe an der Schule
  • Reparatur der Pumpendichtung an der Pumpe der Krankenstation
  • Vor der nächsten Regenzeit neue Innenabdichtung des Wassertanks der Schule.

 Insbesondere durch die Herzlichkeit der Menschen und die Freude der Kinder war der Besuch in Wibia ein schönes Erlebnis.

Schule und Dispensary in N‘gonsoro

Abbildung 13: Auf dem Weg nach N‘gonsoro.

Der Weg von Singida nach N’gonsoro ist um einiges aufwendiger als nach Wibia. N‘gonsoro liegt ca. 100km südlich von Singida. Ca. 30km davon muss ein unbefestigter Weg befahren werden, der allerding vor kurzem von der Regierung ausgebaut und verbessert wurde.

Am 06.12. sind Bernhard, Jana und Udo nach N’gonsoro gefahren. Zuvor haben wir uns noch in Puma mit Joseph und einer Parteikollegin getroffen. Joseph war Dorfvorsteher in Wibia und ist mittlerweile gewählter Vorsitzender des Districts zu dem 5 Gemeinden inklusive der etwas größeren Stadt Puma gehören. Durch die langjährige Partnerschaft in Wibia besteht mittlerweile eine sehr gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Joseph. Das Gespräch diente primär dem gegenseitigen Kennenlernen. Joseph berichtete u.a., dass sämtliche Schulen in seinem District eine sehr gute Performance vorweisen. Von Puma ging es dann weiter offroad nach N’gonsoro.

Abbildung 14: Kinder der N'gonsoro Primary School.

In N’gonsoro wurden wir zunächst vom Schulleiter, den Lehrern und natürlich den Kindern herzlich begrüßt. Auch hier war die Freude über die kleinen Gastgeschenke groß.

Abbildung 15:Spontane Reparatur einer der beiden Regenwasserabflüsse zum Tank.

Nach einer gegenseitigen Vorstellung und Gesprächsrunde haben wir uns wie in Wibia auch die Schulgebäude angesehen. Die Schule hat zurzeit ca. 450 Schüler und 5 Lehrkräfte (4 Lehrer, 1 Lehrerin). Die Nachfrage nach der aktuellen Performance wurde vom Schulleiter zunächst nur ausweichend beantwortet. Es wurde aber klar, dass die Schulperformance noch nicht gut ist (ca. 25% Absolventenquote).

Der Eindruck der Pflege unserer bisher getätigten Investitionen war nur bedingt erfreulich. Die relativ neu erstellten unterirdisch verlegten Regenwasserabflüsse zum Wassertank waren auf beiden Seiten des Daches durch Gartenarbeiten zerstört und nicht geflickt worden. Der Wassertank war zudem kurz vor der Regenzeit nicht gereinigt. Das liegt u.a. daran, dass die dafür benötigte Eisenleiter, die beim Bau des Regentanks übergeben wurde, nicht mehr funktionstüchtig war.

Abbildung 16: Defekte Regenwasserleitung, die teilweise ersetzt werden muss.

Eines der beiden Regenrohre hat Saidi, ein Mitarbeiter von Bernhard direkt vor Ort geflickt. Das andere Regenrohr muss ersetzt werden. Da durch die direkt anstehende Regenzeit eine Reparatur schnell gemacht werden soll, hat der Schulleiter zugesagt, dass Ersatzteil mit Hilfe einer spontanen Barspende selber zu besorgen und einzubauen.

Abbildung 17: Bisher geplante Fällung des Baumes vor dem Haus.

Durch die beiden Maßnahmen der spontanen Reparatur und der initiierten Instandhaltung kann man davon ausgehen, dass durch die anstehende Regenzeit der Wassertank wieder gefüllt wird.

Seitens der Lehrer und des Schulleiters wurde noch der Bedarf an mehr Schulbänken beschrieben. Der Schulleiter Philipo Möllel plante dazu einen der großen Bäume vom Schulgelände zu fällen, um daraus die Möbel herzustellen. Holz ist z.Zt. relativ teuer, daher die Idee der Eigenmaterialnutzung.

Abbildung 18: Bestehendes Toilettenhaus – hygienisch bedenklich.

Bernhard wird aber alternativ ein Angebot für den Bau von ca. 30 Schultischen ausarbeiten. Bewährt hat sich seiner Aussage nach ein Eisengestell mit einer Holzplatte. Diese werden im Upendo Home in Singida auch genutzt und versprechen eine höhere Lebensdauer.

Philipo hat abschließend ein bereits seitens des Districts initiiertes Projekt zum Bau neuer Toiletten auf dem Schulgelände gezeigt. Der Bau wurde bereits begonnen und auch das komplette Material für den Endausbau liegt bereits vor Ort.

Abbildung 19: Grube und Fundament des neuen Toilettenhauses.

Der Weiterbau ist momentan jedoch gestoppt, da kein Geld mehr für Handwerkerarbeiten zur Verfügung steht. Es ist nicht klar, wann weiter gearbeitet werden wird. Bis dahin müssen die Kinder weiterhin die alten Toiletten benutzen. Daher ist es auch hier eine Überlegung wert, ob der Wibia e.V. die Handwerkerkosten übernehmen sollen, damit die Kinder möglichst schnell die neuen Toiletten nutzen können.

Auf Grund der bisher offensichtlich noch nicht signifikant gestiegenen Schulperformance ist es eine weitere Überlegung wert, ob auch in N‘gonsoro eine Schulspeisung eingeführt werden sollte.

Dispensary N‘gonsoro:

Abbildung 20: Treffen an der Dispensary (Assistenzarzt, leitender Arzt, Saidi (Mitarbeiter B. Fries), Bernhard Fries, Udo Enste, Schulleiter).

Im Anschluss an den Besuch der Schule sind wir zur Krankenstation von N’gonsoro weitergefahren. Dort begrüßten uns der Arzt und sein Assistent.

Abbildung 21: Anfahrt zur Krankenstation (Dispensary) von N'gonsoro.

Die Dispensary und das Wohngebäude für die Ärzte wurden vom Wibia e.V. mit Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung finanziert. Verantwortlicher Partner für den Bau der Gebäude war unser NGO-Partner HAPA.

Abbildung 22: Dispensary in N‘gonsoro.

Die Krankenstation ist voll in Betrieb. Im letzten Quartal wurden hier jeden Monat jeweils 10 – 12 Kinder geboren und zahlreiche Krankenversorgungen durchgeführt. Beim Durchgang durch die Krankenstationen wurden jedoch noch einige unfertige oder defekte Dinge bemerkt. Dazu gehört:

  • nicht montierte Steckdosen
  • nicht montierte Deckenleuchten in den Zimmern
  • defekter Wandler der Solaranlage (gleiches Modell wie in Wibia)
  • undichtes Fenster im Raum, in dem die Medikamente gelagert werden sollen
  • fehlende Toilette im „Labour Toilet“ (Nebenraum des Gynäkologieraumes).
Abbildung 23: Neu errichtetes Wohnhaus des medizinischen Personals.

Die Mängel sollten noch einmal gegen die vereinbarten Leistungen geprüft werden und dann an HAPA mit der Bitte um Behebung weitergeleitet werden.

Das Gebäude der Ärzte zeigte - auch nach Aussage der beiden Ärzte - keine Mängel.

Auch der Wassertank und die zugehörigen Zuleitungen und Regenrinnen waren in einem einwandfreien Zustand. Das gleiche gilt für die Pumpe. Es wurde lediglich bemerkt, dass auch hier der Wassertank trotz kurzfristig anstehender Regenzeit noch nicht gereinigt wurde. Dieses wurde als dringende Bitte an den leitenden Arzt weitergeleitet.

 

 

Fazit und Vorschlag für das weitere Vorgehen:

Der Gesamteindruck der Nachhaltigkeit unserer bisherigen Aktivitäten in N‘gonsoro war zweigeteilt. Die Dispensary und die Staffhouses waren in einem guten Zustand. Lediglich Nachbesserungen seitens HAPA sollten noch eingefordert werden.

Die Performancezahlen der Schule und auch der Zustand und die Pflege der Regenwasserzuleitungen der Schule sind noch nicht zufriedenstellend. Ich hatte den Eindruck, dass in N’gonsoro weniger Ehrgeiz vorliegt als in Wibia. In N’gonsoro ist auch noch sinnvoller Verbesserungspotential gegeben (Schulbänke, Toiletten, ggf. Schulspeisung, …).

Folgende Maßnahmen wurden aber bereits von mir initiiert bzw. sollten nach interner Absprache noch initiiert werden:

  • eine Spende einer neuen Leiter, die von den Werkstätten des Upendo Homes in Singida angefertigt werden habe ich bereits getätigt. Bernhard wird die Anfertigung und den Transport nach N’gonsoro initiieren (möglichst bald).
  • Ich empfehle die Anfertigung neuer Schulbänke, die ebenfalls von den Werkstätten des Upendo Homes oder den dort angestellten Lehrern angefertigt werden können. Bernhard wird uns dazu einen Kostenvoranschlag zur Verfügung stellen. Wir sollten dann je nach Kosten 20-30 neue Schulbänke und deren Transport nach N’gonsoro finanzieren.
  • Klären, ob wir die Handwerkerarbeiten zum möglichst schnellen Weiterbau der Toiletten finanzieren wollen oder ob wir die Community weiter in der Pflicht sehen
  • Klären, ob und wenn ja welche Baumängel wir bei HAPA noch geltend machen wollen.

Kindergarten in Kititimo

Abbildung 24: Abgeordneter, Bürgermeister und Landrat mit Udo Enste vom Wibia e.V. (v.l.n.r).

Im Jahr 2019 soll der Bau eines Kindergartens in Kititimo beginnen. Kititimo ist ein Vorort von Singida. Die Pläne und die Finanzierung seitens des Wibia e.V. für den Bau des Kindergartens stehen zur Verfügung, lediglich die schriftlichen Zusagen seitens der Stadt stehen leider immer noch aus.

Am 07.12.2018 fand dazu ein offizielles Treffen mit den Verantwortlichen von Singida am Bauplatz des geplanten Kindergartens in Kititimo statt. Anwesend waren neben Udo Enste vom Wibia e.V. und Bernhard Fries drei Politiker von Singida: der Bürgermeister, der Verantwortliche für die Region (vergleichbar mit Landrat) und einem Abgeordneten der Stadt.

Abbildung 25: Grundstück für den geplanten Kindergarten in Kititimo.

Die Stadt Singida hat dem Projekt bereits einen Bauplatz zugeordnet, der kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Bei dem Vor-Ort-Termin sind wir zunächst gemeinsam die Grenzen des Grundstücks abgegangen - ein längerer Spaziergang, da das Grundstück ca. 1 Hektar groß ist!

Abbildung 26: Bauplatzbegehung Kititimo Kindergarten.

Im Gespräch mit den Politikern habe ich seitens des Wibia e.V. nochmals klargestellt, dass wir von der Stadt folgende schriftliche Zusagen benötigen, bevor wir mit dem Projekt beginnen werden:

  1. Zusage, dass nach Fertigstellung des Kindergartens genügend Personal zur Betreuung der Kinder von der Stadt angestellt werden
  2. Zusage, dass das Grundstück vor Ort markiert und in einem Plan zur Nutzung als Kindergarten festgeschrieben wird.

Beide Schriftstücke wurden bis Ende Dezember zugesagt und sollen an Bernhard Fries geschickt werden.

Vor Ort kamen auch zwei Vorschläge für Planungsänderungen auf. Bisher sind ein Gebäude und ein Wassertank geplant. Das Gelände befindet sich jedoch in unmittelbarer Nähe der Hauptstraße von Singida an der auch eine Wasserleitung der Stadtwerke verlegt ist. Der Abgeordnete der Stadt hat zugesagt, dass er uns einen Kostenvoranschlag zukommen lässt, um den Kindergarten ggf. direkt an die Wasserversorgung anzuschließen. Es werden dadurch insgesamt weniger Kosten, eine stabilere Wasserversorgung und weniger Instandhaltungsbedarf erwartet. Da die Wasserversorgung z. Zt. nur 2h am Tag gegeben ist, müsste noch ein ca. 100 - 200l Wasserpuffer vorgesehen werden, so wie er mittlerweile an einigen Häusern in Singida vorhanden ist. Zudem kam die Überlegung auf, ob nicht direkt im ersten Bauabschnitt Toiletten mit gebaut werden sollten. Momentan wird Bedarf für je eine Jungen- und Mädchentoilette gesehen. Bernhard Fries wird auch dazu einen Kostenvoranschlag zur Verfügung stellen.

Fazit und Vorschlag für das weitere Vorgehen:

  • Sobald die angeforderten schriftlichen Zusagen der Stadt vorliegen, kann mit dem Bau des Kindergartens begonnen werden. Für das Gebäude liegen uns die Angebote vor. Bernhard Fries ist beauftragt mit seinem Team die Bauarbeiten zu beginnen, sobald die Dokumente eingetroffen sind.
  • Bernhard Fries wird uns einen Kostenvoranschlag für den zusätzlichen Bau von zwei Toiletten zuschicken. Wir sollten daraufhin prüfen, ob wir diese direkt mit beauftragen. Sowohl Bernhard als auch ich empfehlen dieses.
  • Die Stadt wird einen Kostenvoranschlag für einen Wasseranschluss an das Trinkwassernetz der Stadt an Bernhard Fries schicken. Er wird diese Kosten um den weiteren Hausanschluss und den Bau eines Wasserpuffers ergänzen. Damit wird uns eine Alternative zum Regenwassertank vorliegen, um zügig entscheiden zu können, welche Variante der Wasserversorgung wir umsetzen sollten. Die laufenden Wasserkosten würden voraussichtlich ca. 1€ pro Monat kosten.

Der Kindergarten sollte noch einen Namen bekommen. Ein Vorschlag dazu ist:

Amini Kindergarten, Kititimo

Amini bedeutet „Vertrauen“ – Vertrauen in die Zukunft der Kinder und Vertrauen in die Zusammenarbeit. „Kindergarten“ ist der aus dem Deutschen 1:1 übernommene Begriff in Kiswahili.

Für den Wibia e.V.
Singida, Dezember 2018
Udo Enste